- 600 Jahre Orgelgeschichte in Oelinghausen -

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Erste urkundliche Erwähnung einer Orgel in Oelinghausen: Einweihung der Schwalbennestorgel am Fest der Hl. Lucia. Diese Orgel befand sich oberhalb der Kreuzkapelle. |
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Zu dieser Zeit müssen 2 Orgeln vorhanden gewesen sein, denn in einer Quelle heißt es "boven by unsen groeten orgelen" (Oben bei unserer großen Orgel - es muß also eine große und eine kleine Orgel gegeben haben) |
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Das Register "Octava 4´" (komplett erhalten) wird von Johannes Sundag (?) gebaut |
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Die Register "Spitzflaute 2´", "Octava 2´" und "Principal 4´" werden von einem unbekannten Orgelbauer erstellt. Am 2. Februar, Maria Lichtmeß, werden die Orgeln in der Klosterkirche durch die Truppen des Martin Schenk zerstört. |
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Martin de Mare baut eine neue Orgel, an der Stelle, an der sie auch heute noch steht und verwendet das ihm zur Verfügung stehende, 1586 nicht zerstörte Material der Vorgängerorgeln. Neu hinzugefügt werden die von ihm gebauten Register "Praestant 8´", "Mixtur (4-fach)", "Bardun 16´" und "Duesflöt 4´" auf Schleifladen |
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Bernhard Klausing beginnt mit Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten: Die Schleiflade des Hauptwerkes wird durch eine Springlade ersetzt. Die Register "Cimbal (3-Chor)", "Flaute Duse 4´", "Rohrflöte 8´" und "Gedact 8´" werden neu gebaut; das "Sesquialter (3fach)" baut er aus neuem, eigenen Pfeifenmaterial (Octave und Terz) sowie aus der 2-2/3-Quiten von Martin de Mare. Die Orgel erhält außerdem 3 Keilbälge. |
| 1717 | Die Erneuerungs- un Erweiterungsarbeiten von Bernhard Klausing sind abgeschlossen. Die Orgel hat ihren heutigen Prospekt |
| 1844 | Die Orgel erhält durch die Orgelbauer Ahmer aus Soest einen Mgagzinbalg. Die alten Keilbälge con Bernhard Klausing werden stillgelegt, einer wird entfernt. |
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Die Orgel bekommt ein weiteres Register "Posaune 16´" aus einer anderen, unbekannten Orgel durch Adam Discher, Hirschberg. Die von Bernhard Klausing gebaute Springlade des Hauptwerkes wird zur Schleiflade umgebaut. Die Manuale werden auf die linke Seite des Gehäuses verlegt. |
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Bei Stromausfällen kommen immer noch die beiden in der Orgel verbliebenen Keilbälge von Bernhard Klausing zum Einsatz. |
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Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten werden von der Firma Breil, Dorsten, durchgeführt. Die Orgel erhält ein selbständiges Pedal. Um es im Gehäuse unterbringen zu können, wird im Balghaus Platz geschaffen: Die 2 verbliebenen Keilbälge werden entfernt und Teile der eichenen Stütz- und Trägerbalken herausgesägt und durch Stahlprofile ersetzt. Die neuen Pedalregister, die die Orgel erhält, sind "Subbaß 16´", "Gedacktbaß 8´", "Nachthorn 2´", "Mixtur (5-fach)" und "Schalmei 4´". Es wird auch eine neue Windversorgung eingebaut. Die 1867 umgebaute Hauptwerkswindlade (ehemalige Springlade von Bernhard Klausing) wird durch einen Neubau ersetzt und ist seitdem verschollen. Das Register "Holzregal 8´" wird neu gebaut und das Register "Prinzipal 4´" in das Pedal verlegt. Der Spieltische kommt wieder an seinen ursprünglichen Platz unter dem Brustwerk. |
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Eine Reinigung der Pfeifen ermöglicht es erstmalig die historischen Bauschichten des Pfeifenbestandes genau zu dokumentieren. Dabei werden über 3.000 Tonsignaturen erfaßt. |
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- 1989 |
Die Register "Vox Humana 8´" (1985), "Posaune 16´" (1986) werden von dem Orgelbauer Hans Peter Mebold aus Siegen neu erstellt. Die Regsiter "Regal 8´" und "Trompete 8´" werden nach Mensuren von Christian Klausing, Ochtersum, umgebaut nzw. rekonstruiert. |
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1999 |
Restaurierung der historischen Orgel durch die Orgelbaufirma Kuhn
in Männedorf (Schweiz). Die Restaurierung hatte das Ziel die Orgel in den Zustand von 1713/14 (Bernhard Klausing) zu versetzen. Fachleute bewerten diese Restaurierungsmaßnahmen als außerordentlich positiv - "von europäischem Niveau". |